Milchzuckerunverträglichkeit
Wenn der Schokohase auf den
Magen drückt
Bonn, 06.04.2009 Ein prall
gefülltes Osterkörbchen kann Menschen mit Laktose-Intoleranz auf den Magen
schlagen. Denn sie vertragen keinen Milchzucker und müssen daher um Süßwaren
mit hohem Milchanteil einen Bogen machen. Wer den Betroffenen zu Ostern eine Freude
machen will, sollte dunkle Schokolade oder laktosefreie
Naschereien schenken.
Auch wenn das Angebot an
Milchprodukten und Süßwaren einen anderen Eindruck vermittelt:
Laktose-Intoleranz — eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker — ist mit rund
zwölf Millionen Betroffenen in Deutschland weit verbreitet. Bei
Laktose-Intoleranz wird das Enzym Laktase, das Milchzucker aufspaltet und
verdaulich macht, nicht in ausreichendem Maße gebildet. Der Milchzucker gelangt
somit unverändert in den Darm, wo er von Bakterien zersetzt wird.
Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall sind die Folge. Dennoch müssen
Menschen mit Laktose-Intoleranz nicht auf den Genuss von Osterleckereien
verzichten. Bitterschokolade etwa enthält nur wenig oder gar keinen Milchzucker
und ist daher eine bekömmliche Alternative. Auch andere Süßwaren sind
mittlerweile als laktosefreie Variante erhältlich.
Wer nicht sicher ist, welche Lebensmittel beim Osterfrühstück auf dem Tisch
stehen, kann vorbeugend ein Laktasepräparat aus der
Apotheke einnehmen. Das Enzym in Tablettenform hilft, die Symptome der
Laktose-Intoleranz abzuschwächen und ist für besondere Anlässe wie einen
Restaurantbesuch oder eine Familienfeier eine gute Lösung.
Wissenswertes rund um die
Laktose-Intoleranz enthält die Gratisbroschüre „Laktose-Intoleranz — Laktosefreie Ernährung”. Sie beschreibt, wie es zu einer
Laktose-Intoleranz kommt, wie sich diese äußert und welche
Diagnosemöglichkeiten es gibt. Eine Tabelle führt Lebensmittel auf, die für
Betroffene verträglich, weniger verträglich oder tabu sind. Bestelladresse: BGV
e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn. Download und weiterführende Informationen
im Internet: www.bgv-laktose.de/.