Bauchkrämpfe und Durchfall
durch Milchprodukte?
Neue Broschüre informiert über
Laktose-Intoleranz
Bonn, 18.02.2009 Wer immer wieder
unter Bauchkrämpfen, Blähungen oder Durchfällen leidet, verträgt möglicherweise
keinen Milchzucker. Was es mit dieser so genannten Laktose-Intoleranz auf sich
hat und wie Betroffene ihre Beschwerden in den Griff bekommen können, erklärt
eine neue Broschüre des Bundesverbands für Gesundheitsinformation und
Verbraucherschutz (BGV e.V.) in Bonn.
Rund 12 Millionen Menschen in Deutschland
leiden an einer Laktose-Intoleranz. Ihr Körper produziert nicht genügend
Laktase – ein Enzym, das den Milchzucker Laktose aufspaltet und somit
verdaulich macht. Bei Laktasemangel gelangt die
Laktose unverändert in den Dickdarm und wird dort von Bakterien abgebaut. Dabei
entstehen Darmgase und Säuren, die zu den typischen Beschwerden führen. Viele
Betroffene plagen sich jahrelang mit den Symptomen, ohne die Ursache zu kennen.
Denn wegen Bauchschmerzen und Durchfall allein gehen die wenigsten zum Arzt.
Die meisten Betroffenen hatten als Kinder und Jugendliche keine Probleme mit
Milch und denken daher nicht an eine Unverträglichkeitsreaktion.
Eine Therapie gegen die
Laktose-Intoleranz gibt es nicht. Die einzige Möglichkeit, die Beschwerden zu
umgehen, ist der Verzicht auf Milch und Molkereiprodukte. Doch so einfach ist
das nicht: Milch ist unser wichtigster Kalziumlieferant und sollte daher nicht
ersatzlos vom Speiseplan gestrichen werden; andernfalls können
Folgeerkrankungen wie Osteoporose begünstigt werden. Zudem versteckt sich
Laktose in vielen Lebensmitteln, wo sie nicht vermutet wird, etwa in
Fertiggerichten, Dressings, Pommes frites, Wurst und Brotaufstrich. Menschen
mit Laktose-Intoleranz sollten daher die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln genau studieren
und auf Fertiggerichte möglichst verzichten. Außerdem sollten sie nach
laktosearmen Lebensmitteln Ausschau halten: Einige Käsesorten wie reifere
Hartkäse, Camembert und Mozzarella sowie gesäuerte Milchprodukte wie Joghurt
oder Quark enthalten nur wenig Laktose und sind daher für manche
laktose-intolerante Menschen durchaus bekömmlich. Zudem gibt es in gut
sortierten Supermärkten und Reformhäusern mittlerweile laktosefreie Milch und
Molkereierzeugnisse zu kaufen.
Die neue kostenfreie BGV-Broschüre
„Laktose-Intoleranz – Laktosefreie Ernährung“ beschreibt Ursachen und
Beschwerdebild einer Laktose-Intoleranz und zeigt zuverlässige
Diagnosemöglichkeiten auf. Im Serviceteil gibt es praktische Hinweise zu einer
laktosefreien und laktosearmen Ernährung. Bestelladresse: BGV e.V.,
Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn. Download und weiterführende Informationen im
Internet: www.bgv-laktose.de