BGV-LAKTOSEStand: August 2026

FODMAP

FODMAP ist ein Schlagwort, das bei Bauchproblemen oft fällt. Dieser Eintrag zeigt, was dahintersteckt und wo die Laktose steht.

FODMAP steht für fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole, die im Darm leicht vergärbar sind.

Erklärung

FODMAP ist ein Kunstwort aus fermentable Oligosaccharides, Disaccharides, Monosaccharides And Polyols. Gemeint sind damit kurzkettige, leicht vergärbare Kohlenhydrate, die im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen werden und im Dickdarm durch Bakterien vergoren werden. Das kann Blähungen, Schmerzen und Durchfall auslösen. In der FODMAP-Pyramide steht die Laktose bei den Disacchariden, also den Zweifachzuckern. Eine FODMAP-arme Ernährung ist deshalb ein diagnostisches Werkzeug: Sie wird für einige Wochen durchgeführt, um herauszufinden, welche Kohlenhydrate Beschwerden verursachen. Danach werden die Lebensmittel gezielt wieder eingeführt. Sie ist keine dauerhafte Lebensweise, sondern ein Wegweiser zur eigenen Verträglichkeit. „Ein ausführlicher Vergleich von FODMAP-Strategie und Laktase-Präparat erscheint im Herbst-Wissenschaftsupdate.“

Alltagsbeispiel

Eine Frau mit Reizdarm beginnt für sechs Wochen eine FODMAP-arme Ernährung und führt danach die Lebensmittel schrittweise wieder ein. Bei den Disacchariden merkt sie, dass vor allem Milch und Sahne ihr Bauchweh bereiten. Damit weiß sie, dass Laktose ihr Auslöser ist, und kann gezielter essen.

Verwandte Begriffe

Quellen und Stand